Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen zu Wort:

Berichte einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TelefonSeelsorge Trier

Ulla X., Hausfrau, 60 Jahre:

"Mein Weg bei der TelefonSeelsorge - ich bin jetzt 20 Jahre dabei - ist der Weg zu mir selbst, der noch nicht zu Ende ist, manchmal unbequem aber immer verlockend und spannend. Ich habe erfahren, so nahe ich mir selbst bin, so nahe kann ich den andern sein in der Supervisionsgruppe oder am Telefon. Was anfangs als Dienst am Nächsten im Vordergrund stand, hat sich als positive Rückwirkung entwickelt."

Gertrud X .. leitende Angestellte, 41 Jahre:

"Seit 10 Jahren bin ich bei der TelefonSeelsorge. Nach einer persönlichen Lebenskrise wollte ich etwas Sinnvolles machen. Ich war Lebensmitteltechnikerin, ein sehr technisch­ wissenschaftlicher Beruf und wollte mich jetzt engagieren im menschlich-sozialen Bereich. Die Arbeit bei der TelefonSeelsorge hat mich persönlich reifer werden lassen und bei mir Verständnis entwickelt für Lebenssituationen, die mir bisher fremd waren. Dieser Dienst entspricht meinem Verständnis von Nächstenliebe, Mitmenschlichkeit und Glauben."

Alexandra X., Sonderschulrektorin, 63 Jahre:

"Als Schulleiterin kam ich beruflich mit vielen Problemen in Berührung. So galt diesem Thema schon immer meine besondere Aufmerksamkeit. Durch die professionelle Ausbildung bei der TelefonSeelsorge und der nunmehr fast 10-jährigen Tätigkeit, hat sich das Spektrum noch erweitert. Ich bin froh, so vielen Menschen mit Empathie und einem stets "offenen Ohr" beistehen zu können. Meistens gelingt es auch, sie im gemeinsamen Gespräch zu entlasten und ihnen zu einem "nächsten Schritt' bei der Problemlösung zu verhelfen. Ich denke der Dienst bei der TelefonSeelsorge ist eine wichtige und lohnenswerte seelsorgerische Aufgabe."

Christina X .. 27 Jahre- Diplom Psychologin und Psychotherapeutin in Ausbildung:

"Ich war auf der Suche nach meinem Platz im Leben. Der Dienst bei der TelefonSeelsorge vor drei Jahren gestoßen bin, eröffnete mir die Möglichkeit herauszufinden, welche Begabungen in mir stecken. Viele Gespräche sind mir Wegweiser oder Mahnmale. Sie ermöglichen mir einen Einblick in das "wahre" Leben und helfen so, die wirklichen Maßstäbe nicht aus den Augen zu verlieren."

Marianna X., 59 Jahre, Hausfrau:

"Nachdem meine Kinder erwachsen geworden waren, habe ich nach einer neuen sinnvollen Aufgabe gesucht. Bei der TelefonSeelsorge habe ich vieles über mich gelernt und auch gelernt, den anderen Menschen genauer anzuschauen. Mir gibt dieser Dienst sehr viel. Es macht mir Freude, mich mit den Gedanken und Ansichten der Anrufer besonders auch über religiöse Themen auseinander zu setzen. Im Grunde genommen ist dieser Dienst ein Geben aber auch ein Nehmen."

Elisabeth X. 6O Jahre, Diplom-Psychologin:

"Nach dem Ausscheiden aus meiner eher nüchternen Berufstätigkeit (Gutachterin) habe ich vor acht Jahren bei der TelefonSeelsorge eine Tätigkeit gefunden, bei der ich meine fachlichen Kenntnisse anwenden, aber auch mit mehr emotionaler Wärme arbeiten kann. Die vielfältigen Erfahrungen bei den Gesprächen mit den Anrufern bereichern mich und lassen mich oft nachdenklich, manchmal auch bewegt nach Hause gehen."

Leo X. 68 Jahre - Studiendirektor:

"Durch eine Suchanzeige der TelefonSeelsorge in der örtlichen Presse bin ich auf diese Einrichtung aufmerksam geworden. Zur Mitarbeit habe ich mich bereit erklärt, weil ich in meinem Berufsleben mit jungen Erwachsenen viele Jahre gearbeitet habe. Mit den Erfahrungen aus der katholischen Jugendarbeit und der Erwachsenenbildung wollte ich den Anruferinnen und Anrufern der TelefonSeelsorge aufmerksam und kritisch zuhören, sie verstehen und mit ihnen mögliche Wege zur Konfliktbewältigung suchen. ln der TelefonSeelsorge - Arbeit habe ich manche froh machenden und auch tief betroffen machenden Stunden erlebt. Bis heute habe ich es nicht bereut, in der TelefonSeelsorge Dienst zu leisten."